Auch bei fortgeschrittener Krebskrankheit lässt sich durch die ganzheitliche Behandlung an einer anthroposophisch orientierten Klinik eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreichen. Dies zeigt eine Studie, die im Rahmen des schweizerischen Nationalfondsprogramms über Komplementärmedizin (NFP 34) durchgeführt wurde.
Von Peter Heusser
Die Fragestellung war, ob eine stationäre Behandlung an der Lukas Klinik die Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittener Krebskrankheit verbessert. Die Lukas Klinik arbeitet nach einem modernen integrativen Therapiekonzept, in dem einerseits die schulmedizinisch notwendigen Massnahmen ergriffen werden, andererseits die bewährten Verfahren der anthroposophischen Medizin wie Misteltherapie (Iscador), andere pflanzliche und mineralische Präparate, künstlerische Therapien wie Malen, Plastizieren, Musik-, Sprach- und Farblichttherapie, Heileurythmie, psychoonkologische Betreuung und Biographiearbeit zur Anwendung kommen.
144 Patienten mit verschiedenen Tumorarten in fortgeschrittenen Zuständen wurden bei Ein- und Austritt mit international anerkannten Fragebogen zu 20 verschiedenen Lebensqualitäten befragt.
Ergebnis: Während einer stationären Behandlung von durchschnittlich 3 Wochen steigerte sich die Lebensqualität in allen 20 Aspekten, in 12 davon statistisch signifikant. Dies betrifft alle Hauptdomänen der Lebensqualität: Globale, körperliche, seelische, geistige und soziale Aspekte. Der langfristige Effekt kann 4 Monate später noch nachgewiesen werden und die Ergebnisse gehören weltweit zu den besten der internationalen wissenschaftlichen Forschung über Lebensqualität in der Onkologie.
Die Nationalfondsstudie wurde in einer Zusammenarbeit zwischen der Lukas Klinik, der Dozentur für anthroposophische Medizin an der Universität Bern, dem Institut für medizinische Onkologie der Universität Bern, dem statistischen Institut der Universität Bern und dem Forschungsinstitut Hiscia in Arlesheim durchgeführt.