So unterschiedlich Menschen und ihre Lebenssituationen sind, so unterschiedlich treffen sie auch Tod und Trauer. Entsprechend gibt es eine grosse Zahl von Publikationen, die sich mit den Themen rund um Tod und Trauer auseinandersetzen. Beispiele:
– Frauen, die ihren Partner verloren haben;
– früher Tod eines Kindes und Abschiedsrituale;
– Suizid – und wie Angehörige damit umgehen können;
– die heilende Kraft von Märchen
Wir haben aus dem umfangreichen Angebot eine Auswahl herausgepickt und gelesen. Hier unsere Tipps:
Liv Kortina
Mit schwarzem Flügelschlag. Aufzeichnungen über Liebe und Tod.
Die Autorin erzählt von dem plötzlichen und zugleich lange erwarteten Tod ihres noch jungen Ehemannes und darüber, wie diese Erfahrung ihr Leben veränderte. Ein aufwühlender Bericht über die Erfahrung mit Liebe und Verlust.
48 Seiten, 3. Auflage 2005, Rex Verlag; Taschenbuch Fr. 16.50
ISBN 3-7252-0361-x
Marlene Lohner
Plötzlich allein. Frauen nach dem Tod des Partners.
Auch hier sind Erfahrungsberichte versammelt von Frauen, die ihren Partner verloren haben. Oft führt Trauer, gerade von Witwen, zu Isolation, wie Lohner betont. In dieser Situation helfen Menschen, die bereit sind, wahrhaft Anteil zu nehmen. Betroffene können eine Hilfe sein, da sie am besten verstehen, was ein solcher Verlust in einem Menschen auslöst.142 Seiten, 6. Auflage 2007, Fischer Taschenbuch Verlag, Fr. 12.90
ISBN 978-3-596-13838-8
Enna Pertim
Abschied heisst nicht Ende. Frauen erzählen über den Tod ihres Partners und ihr Leben nach dem Verlust.
Diese Frauenberichte handeln vor allem davon, wie der Verlust jemanden verändert. Die „alte" Frau stirbt in gewisser Weise mit, was oft ein vermindertes Selbstwertgefühl zur Folge hat. Nach dem Tod ihres Partners werden diese Frauen langsam wieder sich selbst, allerdings in einer zuvor nicht gekannten Weise. Aus dem Verlust erwächst neue Kraft.
131 Seiten, 2001, Allitera Verlag, Buch, Fr. 17.50
ISBN 3-935284-96-9
Michaela Nijs
Trauern hat seine Zeit. Abschiedsrituale beim frühen Tod eines Kindes.
Das Buch beschäftigt sich mit dem frühen Tod Neugeborener und der Trauer der Mütter. Es richtet sich sowohl an Betroffene wie auch an Helfende. Totgeburt ist ein Tabuthema. Oft wird der Verlust verschwiegen oder bleibt unsichtbar, wenn die Eltern ihr totes Kind nicht einmal sehen können. Es fehlen angemessene Trauerrituale, die den Verlust erleichtern. Nijs weist auf die Bedeutung von Ritualen hin: Namensgebung, Bilder der verstorbenen Kinder, andere Erinnerungsstücke. In einem ausführlichen Kapitel widmet sie sich der Geschwister-Trauer. Zudem zeigt sie die Bedeutung des Internets als Ort der Trauer auf.
207 Seiten, 2003, Hogrefe-Verlag, Buch Fr. 34.90
ISBN 978-3-8017-1808-4
Chris Paul
Warum hast du uns das angetan?
Ein Begleitbuch für Trauernde, wenn sich jemand das Leben genommen hat.
Paul beschäftigt sich mit dem tabuisierten Thema Suizid. Nach einem sozialwissenschaftlichen Überblick, untersucht er den Prozess des Trauerns und die Aufgaben, die der Trauernde dabei bewältigen muss. Dazu wendet er das Modell der vier Aufgaben der Trauer an und wie sich dieses im besonderen Fall der Selbsttötung gestaltet. Ein Kapitel befasst sich mit der Trauer von Kindern und Jugendlichen, ein weiteres, im Anhang, bietet hilfreiche Sachinformationen.
160 Seiten, 2006, Gütersloher Verlagshaus, Buch Fr. 26.90
ISBN 978-3-579-06812-1
Peter Fässler-Weibel (Hg.)
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Vom plötzlichen Tod und seinen Folgen.
Das Buch fasst Erfahrungsberichte von persönlich und beruflich Betroffenen von unerwarteten Todesfällen (z.B. durch Unfälle, Hirnschläge) zusammen. Es soll das Verständnis zwischen allen Beteiligten verbessern und richtet sich daher in erster Linie an Helfende. Der Autor, ein Schweizer Familientherapeut, hat langjährige Erfahrung im Feld der psychosozialen Krisenintervention.
311 Seiten, 2004, Topos plus, Taschenbuch, Fr. 20.50
ISBN 978-3-7867-8542-2
Edda Reschke
Mit Märchen trauern lernen.
Trauerbegleiter können in Märchen eine Quelle voller psychotherapeutischen Geschichten finden. Märchen schaffen Bilder für unser Empfinden, besonders für die intensiven Gefühle der Trauer, und können eine Brücke schlagen zwischen dem natürlichen (unbewussten) Wissen unserer Seele und der Angst vor dem Tod. Das Buch stellt verschiedene Märchen vor und zeigt auf, wie sie für den Fall der Trauer nutzbar gemacht werden können.
102 Seiten, 2002, Topos plus, Taschenbuch, Fr. 12.50
ISBN 978-3-7867-8425-8